Narzissenkinder

Wenn Töchter unter narzisstischen Müttern leiden

Das Wort Trauma löst in den meisten den Gedanken an ein brutales aber vorübergehendes Geschehen aus, das heftige Auswirkungen auf die Psyche eines Menschen hat. Doch wie steht es mit dem Trauma, das sich schleichend und selbst für den Betroffenen unmerklich in der Psyche installiert und das gesamte weitere Leben beeinträchtigt? Ausgelöst u.a. durch permanente Abwertung, Kritik, Liebesentzug und emotionale Erpressung. Verursacht durch den eigentlich wichtigsten Mensch im Leben eines Menschen: die Mutter!

Über Mutterliebe keine Liebe“, sagt ein altes deutsches Sprichwort. Ein Spruch, der für viele unverständlich ist, weil sie nie erfahren haben, was Mutterliebe ist.

Foto: KK

In ihrem neuesten Buch „Narzissenkinder – Wenn Töchter unter narzisstischen Müttern leiden“ setzt sich Monika Celik mit narzisstischem Missbrauch in der Beziehung Mutter-Tochter auseinander. Wie entwickelt sich eine Tochter, die lernt, dass sie darum kämpfen muss, von ihrer Mutter geliebt zu werden? Und die diesen Kampf immer verliert. Egal, was sie macht. Stattdessen erfährt sie nur Abwertung und Kritik.

Aus narzisstisch missbrauchten Kindern werden Erwachsene, die Angst haben, verlassen zu werden. Erwachsene, die sich wertlos fühlen, nicht wagen, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben, die ihre Bedürfnisse nicht erkennen und Angst haben, sich gegen Grundverletzungen zu wehren.“

Quelle: hipwee.com

Narzissenkinder“ ist ein Buch, das behutsam an das Thema heranführt. Monika Celik beschreibt hier ihre ganz persönliche Geschichte als Tochter der Gattung „schwarzes Schaf“ einer Narzisse. Darüber hinaus gibt sie Erfahrungen anderer Narzissentöchter wieder. Sie behandelt jeden relevanten Punkt der toxischen Mutter-Tochter-Beziehung: Gaslighting, üble Nachrede, Wohlwollen und Missgunst, Grenzüberschreitung uvm.

Mit ihrer persönlichen Art zu schreiben und die Leserin / den Leser direkt mit „du“ anzusprechen, nimmt Monika Celik viel von den Triggermomenten, die theoretisch auf jeder Seite lauern. Die Autorin verliert sich nicht in wissenschaftlichen Thesen und Theorien, sondern berichtet von Situationen, die sie erlebt hat und die ihr von Betroffenen erzählt wurden. Wir Leser nehmen teil am Geschehen.

Monika Celik
© Frank Hanewacker, Sedan Sieben

Celiks unverwechselbarer Schreibstil erweckt den Eindruck, dass sie einen persönlich anspricht. So als würde man mit ihr am Tisch sitzen und über den eigenen Missbrauch reden. Und das macht das Buch so besonders.

Narzissenkinder“ ist ein Buch, das unverblümt die Sachlage erläutert und darüber aufklärt, was mütterlicher Narzissmus anrichtet. Die Mischung aus Biografie, Fallstudien und empathischen Worten und Erklärungen an den richtigen Stellen macht das Buch zu einer wertvollen Hilfe. Und es gibt Hoffnung, denn Monika Celik erklärt auch, wie man den narzisstischen Missbrauch überwinden kann.

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