„Stellen Sie sich nicht so an!“

© Illustration: Timo Lenzen für DIE ZEIT

Ich finde den Titel des Artikels in der „Zeit“ sehr zutreffend. Hinsichtlich der Wirtschaftspolitik der Krankenkassen. Was sind schon 6 Monate Wartezeit für einen eventuellen Therapieplatz, wenn man doch schon jahrelang im Leid verfangen ist?

„Ihnen fällt die Decke auf den Kopf? Gehen Sie doch arbeiten!“ Diese und andere Antworten haben sich schon viele Menschen anhören müssen, die aus ihrer großen Not heraus wollten.

In dem Artikel von der Zeit „Stellen Sie sich nicht so an“ (gelb unterlegte Passagen im Artikel spiegeln meine persönliche Meinung wieder) wird die prekäre Situation in Deutschland dargelegt für diejenigen, die dringend nach psychotherapeutischer Hilfe suchen. Die Anzahl der Bedürftigten steigt, es gibt viele Hilfs- und Therapieangebote, doch nicht alle werden von der Kasse finanziert. Hier setzt sich das System durch, aber nicht die Bedarfe.

Hier der Artikel:

„Stellen Sie sich nicht so an!“

Schon lange gibt es zu wenige Psychotherapeuten mit Kassenzulassung. Wer sich aber die Kosten einer privaten Therapie erstatten lassen will, wird von den Kassen abgewimmelt. In der Pandemie verschärft sich das Problem dramatisch.

Von Mona Berner, Max Beuthner, Alexandra Hilpert und Elisabeth Winkler

9. Juni 2021, 17:43 Uhr Editiert am 15. Juni 2021, 11:18 Uhr DIE ZEIT Nr. 24/2021, 10. Juni 2021

Auch wer sich nicht mit dem Virus infiziert, kann von Corona krank werden – der Bedarf an Therapieplätzen steigt jedenfalls.

Seit ihrer Jugend war Anna immer wieder in Therapie. Sie leidet unter Depressionen, einer Essstörung, auch eine posttraumatische Belastungsstörung wurde diagnostiziert. Ihre Mutter habe ihr Gewalt angetan, so schildert es Anna. Körperlich, psychisch – da war sie noch ein Kind. Anna heißt eigentlich anders, ihren echten Namen möchte sie nicht in der Zeitung lesen. Auch das Videogespräch kostet sie Überwindung. „Die ganze Sache macht mir Angst“, sagt die 25-Jährige. „Ich fühle mich unter Druck gesetzt. Und ich bin wütend auf meine Krankenkasse.“ Hinter Anna liegt die lange Suche nach einem Therapieplatz. Anfang dieses Jahres ist sie aus einer ambulant betreuten Wohngemeinschaft ausgezogen und lebt nun allein. Doch die Corona-Krise wurde zu einer weiteren psychischen Herausforderung. Isolation und Einsamkeit verstärkten ihre Symptome.

22 Wochen warteten Patienten 2020 im Durchschnitt auf einen Therapieplatz, fünf Wochen mehr als 2019.

Es gibt viele Menschen in Deutschland, die nach Monaten im Ausnahmezustand psychologische Hilfe benötigen – und keine Hilfe finden. Psychotherapeuten berichten von einer steigenden Nachfrage nach Therapieplätzen. Auch die Wartezeiten sind länger geworden. Das zeigt zumindest eine nicht repräsentative Umfrage des Verbandes für psychologische Psychotherapeuten unter seinen Mitgliedern: Während deren Patientinnen im Jahr vor der Pandemie durchschnittlich 17 Wochen auf einen Therapieplatz warten mussten, waren es im Corona-Jahr 2020 im Mittel 22 Wochen. „Das Versorgungssystem war dem Bedarf an Psychotherapie schon vor der Pandemie nicht gewachsen“, sagt Dietrich Munz, Präsident der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK): „Nun steigt der Bedarf noch zusätzlich.“

Auch Julia kennt die Strapazen, die in Deutschland mit einer Therapeutensuche verbunden sind. Die 34-Jährige wurde Opfer einer Straftat und leidet seitdem unter einer posttraumatischen Belastungsstörung. „Ich habe bei mindestens 50 Kassentherapeuten angerufen. Entweder gab es keinen Platz, oder es hat zwischenmenschlich nicht gepasst“, sagt Julia; auch sie will ihren Namen nicht öffentlich machen. Die Stationen ihrer erfolglosen Suche nach einem Therapieplatz dokumentiert sie in einer Tabelle, einem Beweisstück gegenüber den Krankenkassen.

Denn Julia hat versucht, über eine offizielle Ausnahmeregelung einen Therapieplatz zu finden. Das Sozialgesetzbuch sieht vor, dass Patienten, die bei kassenärztlich zugelassenen Therapeuten „nicht rechtzeitig“ einen Platz finden, auf eine private Praxis ausweichen – und danach bei ihrer Krankenkasse die Erstattung der Kosten beantragen können.

Doch als Julia bei ihrer Krankenkasse anrief, um die dafür notwendigen Dokumente zu erfragen, erhielt sie eine Abfuhr. „Die Sachbearbeiterin ist wütend geworden“, erinnert sie sich. „Sie hat gesagt, dass ich auch bei 200 zugelassenen Therapeuten zu lange Wartezeiten nachweisen könnte – und sie mir trotzdem keinen privaten Therapeuten bezahlen würde.“ Im Frühjahr schließlich konnte Julia doch noch eine Therapie in einer privaten Praxis beginnen, ein halbes Jahr hat die Suche nach einem Platz gedauert.

Es ist nahezu unmöglich, herauszufinden, wie viele Anträge auf Kostenerstattung die Krankenkassen erhalten – und wie viele davon sie ablehnen. Seit 2012 müssen die Kassen dazu keine Zahlen mehr veröffentlichen. Und sie tun es auch nicht, denn diese Daten könnten heikel sein. Schließlich spräche eine große Anzahl an Kostenerstattungen dafür, dass Kassentherapeuten fehlen. Das wäre ein Anlass, die Anzahl der Therapeuten mit Kassenzulassung (die sogenannten Kassensitze) aufzustocken, sagt Dietrich Munz, Präsident der BPtk. Außerdem könnten diese Zahlen zeigen, welche Kassen Kostenerstattungen besonders häufig ablehnen.

28 Prozent der erwachsenen Bevölkerung sind in Deutschland jedes Jahr von einer psychischen Erkrankung betroffen.

Auf eine Anfrage der ZEIT antwortet von sechs großen Krankenkassen dazu nur die DAK: Die Ausgaben für solche Kostenerstattungsverfahren hätten sich in den vergangenen zehn Jahren verdoppelt, schreibt der Pressesprecher Florian Kastl. Zugänglich machen könne er die Daten aber nicht. Die Interessen- und Berufsverbände der Psychotherapeuten versuchen, die Datenlücke durch Umfrageergebnisse zu füllen. Eine Erhebung der Landespsychotherapeutenkammern ergab, dass 2017 in den teilnehmenden Praxen knapp die Hälfte der Anträge genehmigt wurde, während es im Jahr zuvor noch 80 Prozent waren. Die Therapeuten berichteten, dass sämtliche großen Krankenkassen Kostenerstattungen pauschal oder mit unzureichenden Begründungen ablehnten.

Auch Anna hat 2017 einen Antrag auf Kostenerstattung bei ihrer Kasse gestellt. Er wurde abgelehnt, Anna legte Widerspruch ein. Nach der zweiten Ablehnung suchte sie sich einen Anwalt und klagte vor dem Landessozialgericht Hannover. „Doch irgendwann konnte ich nicht mehr“, sagt Anna. „Das Ganze war so belastend für mich, dass ich wieder in die Klinik musste.“

Einige Krankenkassen verbreiten irreführende Informationen auf ihren Websites: Voraussetzung für die Kostenübernahme sei, dass der Psychotherapeut eine Kassenzulassung habe, schreiben etwa die AOK und die Barmer. Bei der DAK ist zu lesen: „Sie haben die freie Wahl – nur eine Kassenzulassung muss Ihr Therapeut haben.“ Die Ausnahmeregelung erwähnen die Kassen nicht.

„Bei telefonischen Anfragen bekommen Patienten häufig die Auskunft, dass es die Kostenerstattung nicht mehr gebe oder dass die Kasse sich daran nicht beteilige“, sagt Felicitas Bergmann vom Kassenwatch-Projekt der Deutschen Gesellschaft für Verhaltenstherapie. „Viele unserer Mitglieder haben den Eindruck, die Krankenkassen setzen bewusst Zermürbungstaktiken ein, um Kosten zu sparen. Wer als Patient einen Antrag auf Kostenerstattung stellt, muss häufig einen Marathon an Telefonaten führen und diverse Dokumente besorgen, bekommt dann am Ende aber doch nur Ablehnungen“, sagt Bergmann. Für psychisch erkrankte Menschen sei das kaum durchzuhalten, erst recht nicht während der Pandemie, in der viele Abläufe ohnehin erschwert seien.

Auch die Kriterien, nach denen Kostenerstattungen genehmigt werden, bleiben für viele Patienten undurchsichtig. Auf die Anfrage der ZEIT antwortete die DAK, „zu lange Wartezeiten“ oder „ein zu langer Anfahrtsweg“ zu einem kassenärztlich zugelassenen Psychotherapeuten seien entscheidend für die Übernahme der Behandlungskosten bei einem privaten Therapeuten. Grundsätzlich gelten Wartezeiten von mehr als drei Monaten als nicht zumutbar. Verbindlich geregelt ist das jedoch nicht.

Berichtet wird zudem, Krankenkassen versuchten, in die potenzielle Behandlung von Patienten einzugreifen. Das zeigt eine Befragung unter Mitgliedern des Bundesverbands der Vertragspsychotherapeuten (bvvp): Krankenkassen gäben bei Absagen für die Kostenerstattung häufig Empfehlungen für Alternativbehandlungen, die weder hilfreich noch fundiert seien. Das reiche von Online-Programmen bis zu Tipps, sich besser stationär statt ambulant behandeln zu lassen. „Die Sachbearbeiter sind keineswegs qualifiziert, solche Empfehlungen zu geben, zumal sie meist nicht einmal persönlich mit den Patienten gesprochen haben“, sagt Benedikt Waldherr, Vorsitzender des bvvp. Hundert solcher Vorfälle hat der Verband für 2020 dokumentiert: Patienten würden von den Kassen telefonisch kontaktiert, befragt und unter Druck gesetzt. Psychisch Kranke, die Krankengeld bekommen, würden zur Rückkehr in den Beruf oder in die Frührente gedrängt.

16 Prozent der Arbeitsunfähigkeitstage wurden 2018 durch psychische Leiden verursacht.

Auf elf Seiten wird das zweifelhafte Vorgehen der jeweiligen Krankenkassen beschrieben. „Stellen Sie sich nicht so an, und suchen Sie sich schnell neue Arbeit“, empfahl demnach eine Krankenkasse im Ruhrgebiet einem Patienten. Sie habe ihn unter Druck gesetzt, seinen Antrag auf Arbeitsunfähigkeit zurückzuziehen. Die meisten der aufgelisteten 100 Fälle traten in Bayern und Baden-Württemberg auf. Die Auswertung durch den bvvp ergab außerdem, dass sich die TK und die AOK am häufigsten derartiger Praktiken bedienen. „Solche Eingriffe stehen nicht im Einklang mit der psychotherapeutischen Behandlung, ganz im Gegenteil“, sagt Waldherr. „Insbesondere für psychisch Erkrankte ist es meist schwer zu ertragen, derart unter Druck gesetzt zu werden.“

Stellung zu diesen Vorwürfen nahmen lediglich die Krankenkassen DAK und Barmer. Beide stritten jegliches Fehlverhalten ab. Die Dokumentation der Eingriffe durch den bvvp sei „nicht aussagekräftig und tendenziös“, da die Fälle anonymisiert seien, schreibt Florian Kastl von der DAK. Eine Patientin hatte der ZEIT berichtet, eine DAK-Beraterin habe ihr bei der Ablehnung ihres Antrags auf Kostenübernahme telefonisch geraten, sie solle doch bei der Telefonseelsorge anrufen. Damit konfrontiert, antwortete Kastl: „Ein solcher Fall ist uns nicht bekannt.“

Die Therapeutin Anke Glaßmeyer aus der Nähe von Osnabrück macht schon seit Jahren über ihr Instagram-Profil auf die ungenügende kassenärztliche Versorgungssituation aufmerksam. „Es gibt schlichtweg nicht genügend von den Kassen zugelassene Psychotherapeuten“, sagt sie.

Wie viele Psychotherapeuten eine kassenärztliche Zulassung bekommen, regelt der Bedarfsplan. „Der hat jedoch überhaupt nichts mit dem eigentlichen Bedarf zu tun“, kritisiert Dietrich Munz von der BPtK. Das Psychotherapeutengesetz legte zuletzt 1999 den Bedarf an Therapeuten fest. Grundlage der Berechnung war die Anzahl der aktuell vor Ort ansässigen Behandler. „Anders gesagt wurde der bundesweite Ist-Zustand zum Soll-Zustand erklärt“, sagt Munz. „Dabei bestand damals gerade in den neuen Bundesländern eine deutliche psychotherapeutische Unterversorgung.“ Seitdem gab es zwar Reformen, doch die tatsächliche Auslastung der Praxen und die Länge der Wartelisten spielen bis heute keine Rolle für die Bedarfsplanung.

147 Milliarden Euro geschätzte Gesamtkosten pro Jahr entstehen Staat und Gesellschaft aufgrund psychischer Erkrankungen.

Der Gemeinsame Bundesausschuss (GBA), das zentrale Gremium des deutschen Gesundheitswesens, gab 2019 ein Gutachten bei mehreren Universitäten und Forschungsinstituten in Auftrag. Diese empfahlen, 2.400 Kassensitze neu einzurichten – am Ende wurden nur 776 zugelassen, ein Drittel des errechneten Bedarfs. Dafür seien die Krankenkassenvertreter im Unterausschuss Bedarfsplanung des GBA verantwortlich, sagt Munz. Sie hätten ein Interesse, so wenig neue Kassensitze wie möglich einzuführen.

Der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenkassen war für die Recherche an diesem Artikel nur zu einem Hintergrundgespräch bereit, aus dem nicht zitiert werden durfte. Die letzte ausführliche Stellungnahme zur Bedarfsplanung veröffentlichte der Verband 2017: Die Forderungen nach weiteren Kassensitzen seitens der Berufsverbände seien „rein berufspolitisch motiviert“. Diese hätten ein Interesse daran, frisch Ausgebildete im Kassensystem unterzubringen. Diese Haltung des Verbandes ist auch heute noch aktuell: Die Bundespsychotherapeutenkammer setze sich einseitig für den psychotherapeutischen Berufsstand ein, schreibt der GKV-Spitzenverband auf Nachfrage. Auch durch die Auswirkungen der Corona-Krise ergebe sich kein Handlungsbedarf: „Nach uns vorliegenden Informationen hat sich die Zahl der Psychotherapie-Anträge im Vergleich zur Zeit vor der Corona-Pandemie nicht verändert. Darüber hinaus gehen bei den Krankenkassen auch nicht vermehrt Anträge auf Kostenerstattung ein. Auf dieser Grundlage ist daher kein erhöhter Bedarf nach Psychotherapie erkennbar.“ Nachweise für diese Aussage liefert der Verband nicht.

Neben der SPD fordern auch die Grünen, mehr Kassentherapeuten zuzulassen. „Die Zulassung von Psychotherapeuten sollte am tatsächlichen Bedarf ausgerichtet werden“, sagt Kirsten Kappert-Gonther, Sprecherin für Gesundheitsförderung der Bundestagsfraktion der Grünen. Eine bedarfsgerechte psychotherapeutische Versorgung würde die Kosten nicht grundsätzlich in die Höhe treiben, sondern am Ende sogar Geld einsparen, denn: „Eine chronifizierte seelische Erkrankung bringt nicht nur viel Leid, sondern auch hohe Kosten mit sich.“

Aufregung gab es zuletzt auch um einen Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn, der unter dem Schlagwort „Rasterpsychotherapie“ eine Welle der Empörung auslöste. Stärker „bedarfsgerecht und schweregradorientiert“, so war der Plan, wollte man die Betreuung psychisch kranker Menschen ausrichten. Psychotherapeutinnen und Patienten befürchteten, dass in Zukunft schon mit der Diagnose festgelegt werden könnte, wem wie viele Therapiestunden zustehen. Schnell organisierte sich Protest, eine Petition sammelte mehr als 200.000 Stimmen. Das Vorhaben wurde damit vorerst gestoppt.

Anna ist inzwischen wieder in stationärer Behandlung, zehn Monate habe sie auf den Akutplatz für eine Traumatherapie gewartet. Danach braucht sie eine langfristige ambulante Weiterbehandlung, für die habe ihr die Krankenkasse aber nur ein paar Stunden genehmigt. Um ihre Behandlung auf Dauer finanzieren zu können, geht Anna jetzt andere Wege. Sie will einen Antrag auf Opferentschädigung stellen, ihre Mutter sei mitverantwortlich für ihre Erkrankung. Sie hat eine Anzeige gegen sie gestellt. „Mir bleibt nichts anderes übrig“, sagt Anna. Sie weiß aus Erfahrung, wie schlecht es ihr ohne regelmäßige Therapie geht.

Die Kompetenz der Heilpraktiker

Die physische und psychische Gesundheit zu erhalten bzw. wieder herzustellen ist wohl ein wichtiges Anliegen für alle Menschen. Körperliche und seelische Leiden beeinträchtigen die Lebensqualität und hindern einen daran, das Leben so zu gestalten, wie man es sich eigentlich wünscht. Wenn man sich selbst nicht weiterhelfen kann, sucht man die Fachleute auf, die sich mit Krankheiten und Störungen auskennen: Ärzte, Psychotherapeuten und… Heilpraktiker.

Im Grunde genommen sind alle Menschen in diesen Berufssparten „Heilpraktiker“, denn sie praktizieren auf dem Gebiet der Heilkunde. Aber der Begriff Heilpraktiker (ein in Deutschland anerkannter freier Beruf seit 1936) bezeichnet die bestimmte Berufsgruppe derer, welche die Heilkunde ausüben, ohne dafür an einer Universität studiert zu haben. Sie haben also keine Approbation bzw. sind „ohne Bestallung“.

Trotzdem kennt sich ein Heilpraktiker auf seinem Gebiet aus und behandelt seine Patienten und Klienten mit bestem Wissen und Gewissen. Natürlich gibt es auch in unserem Berufsstand diejenigen , die eine Laissez-faire-Behandlung durchführen und daher eher schaden als helfen. Doch diese „schwarzen Schafe“ tummeln sich in allen Berufssparten. Heilpraktiker von vorne herein und allgemein als Scharlatane zu bezeichnen ist ein ungeheuerliches Vorurteil und schadet all denjenigen, die im vollen Bewusstsein ihrer Verantwortung ihr Wissen anwenden!

Als Heilpraktiker ist man verpflichtet, sich ständig fortzubilden und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Diese Fortbildungen muss man auch nachweisen. Ausbildung, Erfahrung, Praxis und ständige Fort- und Weiterbildungen machen uns Heilpraktiker zu kompetenten Fachleuten. Was wir als Freiberufler zudem noch bieten können, ist eine gewisse Flexibilität in der Vergabe von Terminen. Wir Heilpraktiker für Psychotherapie können z.B. gezielter auf die Bedürfnisse unserer Patienten eingehen, da wir keine strikten Kassenvorgaben einhalten müssen. Bei uns gibt es auch keine Wartelisten von bis zu 9 Monaten (oder noch länger).

In der Februarausgabe 2021 des Paracelsus-Magazins (herausgegeben von der Paracelsus Heilpraktikerschule) ist eine Fresenius-Studie veröffentlicht, die den Heilpraktikern „schnelle Behandlungserfolge, gute Kommunikation und hohe Kompetenz“ bescheinigt. Über dieses Studienergebnis freue ich mich natürlich sehr, da hier die Arbeit unseres Berufsstandes gewürdigt und klar dargestellt wird. Der Titel „Heilpraktiker sind überzeugender als Ärzte“ begeistert mich weniger. Ich persönliche arbeite sehr gerne mit Ärzten zusammen, weil man sich ergänzt. Außerdem weiß ich auch, wo meine Handlungsgrenzen sind. Ich darf ja niemanden krankschreiben, obwohl dem Patienten eine Auszeit mal gut täte und ich darf auch keine Medikamente verschreiben, die aber hier und da doch mal angebracht sind. Mir wäre eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Heilpraktikern viel lieber.

Daher bitte ich, die Studie nicht als Wettbewerb/Konkurrenz zu lesen, sondern viel mehr das Augenmerk darauf zu legen, welche Arbeit wir als Heilpraktiker leisten.

https://www.paracelsus.de/magazin/ausgabe/202102/heilpraktiker-sind-ueberzeugender-als-aerzte

Quelle: „Mit freundlicher Genehmigung des Paracelsus Magazins 2/21, https://www.paracelsus.de

Darfst du nicht rein, komme ich zu dir!

Ohne kUNSt wird es still…

„Eine wie keine. Flagge zeigen! Sofortmaßnahme gegen meinen Coronablues!“ (Susanne Beucher)

Foto: Kunde Fotografie

Corona, Teil-Lockdown, Shutdown, Ausgangssperre. Eine Welt im Durcheinander.

Wir müssen uns schützen, andere schützen und so gut es geht die Verbreitung des Virus verhindern. Covid-19 schränkt unser Leben zurzeit mächtig ein. Wir wollen alle (gut) leben und am besten niemanden gefährden.

Viele haben Angst vor dem Virus, manche zweifeln seine Existenz an. Doch am Ende möchte doch niemand dafür verantwortlich sein, irgendjemand in Gefahr zu bringen. Alle Länder dieser Welt – und nicht nur die Bundesrepublik Deutschland – haben das Leben der Menschen aufgrund der Pandemie eingeschränkt. Die einen mehr, die anderen weniger. In manchen Ländern gibt es wegen Covid-19 Ausgangssperren und sogar zum Einkaufen im Supermarkt muss man eine schriftliche Berechtigung vorweisen; diesen triftigen Grund zum Verlassen des Hauses. Das ist in Deutschland zum Glück nicht so.

Beim Einkaufen im Supermarkt geht es um das Wohlbefinden des Körpers. Doch was ist mit dem Wohlbefinden der Seele?

Kunst, Kultur… alles Humbug? Weil das den Magen nicht füllt? Weil man auch ohne Kunst überleben kann?

Foto: Kunde Fotografie

OHNE UNS WIRD ES STILL!

Sagt die Künstlerin Susanne Beucher, die mit ihrer Kunst – Kopffüßler und andere Wesen in allen Formen und Farben und jeden Alters, mit und ohne Gebrechen – Leinwände, Pappteller, T-Shirts und vieles mehr belebt.

Ihre Figuren sagen, was wir denken. Kommentieren das aktuelle Geschehen und kritisieren festgefahrene Bilder. Ab und zu überraschen sie uns, wenn ihre Kommentare unsere Gedanken vorwegnehmen. Oder sie unsere Wünsche äußern.

Der Mensch lebt nicht vom ESSEN allein…

Gesundheit wird nicht nur über den Körper definiert. Auch die Psyche muss im Gleichgewicht sein, damit der Mensch gesund ist.

Kunst und Kultur tragen wesentlich zum Wohlbefinden eines jeden bei. Doch wenn Kultur nicht wie gewohnt stattfinden darf, weil ein fieses Virus das vergräzt, wenn Kunst nicht mehr systemrelevant ist, weil ein Bild den Magen nicht füllt…

…dann muss man umdenken, damit auch die Seele da sein darf. Damit Kunst ihren so wichtigen Stellenwert in der Gesellschaft nicht verliert! Denn ohne Kunst verkümmern wir. Ohne Kunst ist das Leben nur halb so lebenswert!

Bild „Therapie“: Susanne Beucher

Man kann lamentieren oder aktiv werden. Susanne Beucher hatte eine Ausstellung ihrer Werke coronakonform ausgerichtet und organisiert. Kurz vor der Eröffnung kam die niederschmetternde Nachricht: Wir müssen die Ausstellung absagen!

WAS TUN?

Sofortmaßnahme gegen den Corona-Blues! Kunst auf Rädern!

Foto: Kunde Fotografie

Galerien und Museen sind geschlossen. Man darf also nicht rein, um Kunst zu erleben. Aber Kunst kann raus! In den Park, auf die Straße.

Susanne Beucher packte ihre Kunstwerke in einen Bollerwagen, besorgte sich ein Megaphon (so spricht man viele Leute auch mit Mindestabstand an) und begab sich an den Decksteiner Weiher in Köln.

„Ich musste all meinen Mut aufbringen. Ich hatte ja keine Ahnung, wie das ankommen würde!“ sagt die Künstlerin.

Sie hat es gewagt. Ein neues Konzept etabliert: „Kunst auf Rädern“. Denn: darfst du nicht rein in Galerien und Museen, komme ich zu dir!

Foto: https://instagram.com/susanne_beucher

OHNE K U N S T WIRD ES STILL!

Warum stecken Kinder in der Seelenkrise?

Serie "Unterwegs im Westen

Das ist der Titel des Dokumentarfilms von der Journalistin und Filmemacherin Stefanie Gromes, den sie für den WDR gemacht hat. Mir ist es eine große Freude, dass meine Selbsthilfegruppe für Borderline-Angehörige in diesem Film zu Wort kam.

Frau Gromes und ihr Team haben ein Selbsthilfetreffen mit drei Eltern von Kindern mit Borderline an einem Abend begleitet.

Alle Filmemacher waren aufmerksam und einfühlsam bei ihrer Arbeit. An dieser Stelle ein großes Dankeschön an Frau Gromes und ihre Crew.

Der WDR selbst schreibt folgende Zusammenfassung des Films:

„Laut einer DAK-Studie zeigte jedes vierte Schulkind in Deutschland psychische Auffälligkeiten. Mit Corona hat sich ihre Belastung noch verschärft. Viele Kinder leiden still. Deshalb ist es wichtig, schon die Anzeichen zu kennen und richtig zu deuten. Was sind die Alarmzeichen, wenn mein Kind in eine seelische Schieflage gerät? Was mache ich dann?

„Wir hatten plötzlich den Zugang zu unserem Kind verloren. Das war für mich beschämend, gebe ich ganz ehrlich zu, mir einzugestehen, da läuft etwas schief.“ Diese ehrlichen Worte einer Mutter können Eltern ängstigen. Denn wenn sich das eigene Kind plötzlich verändert, sich zurückzieht, die Noten schlechter werden, und es sich einfach anders als gewohnt verhält, fühlen sich Kind und Eltern oft hilflos.

Bei Jugendlichen sei der Übergang vom üblichen pubertären Seelenschmerz zu ernsthaftem Leiden fließend, sagen Psychologen. WDR-Reporterin Stefanie Gromes, selbst Mutter, geht der Frage nach, weshalb Kinder und Jugendliche in psychische Schieflagen geraten und wie man ihre seelische Gesundheit fördern und stärken kann. Unterwegs im Westen begegnet sie unter anderem einer Selbsthilfegruppe betroffener Eltern, spricht mit Psychotherapeuten und Ärzten.  Sie besucht eine Schule, die die seelische Gesundheit ihrer Schülerinnen und Schüler auf kreative Weise stärken möchte. Und sie trifft einen renommierten Soziologen, der einen ganz überraschenden Blick auf die Thematik hat und für mehr Gelassenheit plädiert.“

Die Doku kann man über folgenden Link sehen.

(Oder wahlweise kopieren: https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/unterwegs-im-westen/video-warum-stecken-kinder-in-der-seelenkrise–100.html )

Borderline: Kölner Selbsthilfe für Angehörige

„Wenn dir keiner helfen kann, dann hilf dir selbst!“

An diesem Spruch ist was dran. Als ehemaliger Partner eines Borderliners suchte ich 2014 erfolglos Hilfe, um aus meinem Dilemma einer toxischen Beziehung rauszukommen. Oder wenigstens damit klarzukommen. Wie so viele andere auch war ich auf der Suche nach einem Trick, nach einem Heilmittel, damit alles wieder gut werden würde. Sobald ich Freunden und Fachleuten aus dem Nähkästchen erzählte, kam recht bald schon der Rat, ich solle mich trennen. Das war zwar als Lösung einleuchtend, aber genau das – eine Trennung – habe ich damals nicht geschafft.

Dieses Bild von Susanne Beucher ist das Logo unserer Selbsthilfegruppe. Es stellt treffend die Situation dar, in der wir uns als Angehörige oft oder auch ständig befinden. Ob hier aber zwei Angehörige, zwei Borderliner oder gar ein Angehöriger und ein Borderliner zu sehen sind, kann jeder für sich selbst entdecken.
„Therapie“ von Susanne Beucher

So wollte ich einen anderen Weg probieren und recherchierte nach Selbsthilfegruppen für Borderline-Angehörige in Köln. Doch es gab nur ein regelmäßiges Selbsthilfetreffen für eine bestimmte Angehörigengruppe, der ich nicht angehöre.

Hilf dir selbst – das Motto habe ich umgesetzt und im Frühjahr 2014 die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln aufgesucht und mich beraten lassen. Nämlich, was nötig ist, um eine Selbsthilfegruppe zu gründen.

Ich bekam kompetente Beratung und konkrete Hilfestellungen, sodass im Mai desselben Jahres das erste Treffen der „Borderline-Persönlichkeitsstörung: Kölner Selbsthilfe für Angehörige“ stattfinden konnte. Mit 11 Teilnehmern aus Köln und Umgebung!

Seitdem trifft sich die Gruppe regelmäßig am 1. und 3. Dienstag im Monat. Weitere Informationen zur Gruppe und zum Thema Selbstschutz erfahrt ihr hier.

Die Erfahrung, mit seinem Problem nicht allein zu sein und der Austausch mit Menschen, denen es ebenso ergeht wie einem selbst (oder wenigstens so ähnlich), verschafft ein befreiendes Gefühl und Zuversicht. Die Gespräche im geschützten Raum der Gruppe machen Mut und helfen außerdem, den Selbstschutz als wichtiges Lebenstool für sich zu entdecken.

Ich zum Beispiel habe den Weg aus meinem Dilemma gefunden – durch Therapie, Selbstreflexion und Supervision. Ich habe gelernt, mich selbst zu erkennen, mich selbst zu schützen. Ohne dabei dem anderen zu schaden.

Dieses Wissen und diesen Erfahrungsschatz gebe ich gerne weiter und leite beratend seit nunmehr 6 Jahren die Sebsthilfegruppe für Borderline-Angehörige in Köln.

Freak, Kanacke, Schwuchtel…

…sind nur drei Beispiele, mit denen Menschen in Deutschland tagtäglich attackiert werden. Drei sogar noch harmlose Beispiele, denn die Palette der Diskriminierung kann (leider) bis ins Unendliche und Unmenschliche weitergeführt werden.

Die einen verkraften die gemeinen Beschimpfungen, aber die anderen…die anderen werden von hässlichen Worten und Taten markiert. Werden im Innersten ihrer selbst getroffen – und traumatisiert.

Die Auseinandersetzung mit einem Trauma kann zu einer Lebensaufgabe werden. Doch wir alle können dazu beitragen, dieses traumatische Leiden zu reduzieren.

Denn hierzulande gilt das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland. Und da steht im Artikel 1:

(1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt.

Und im Artikel 3 geht es weiter:

(1) Alle Menschen sind vor dem Gesetz gleich.

Diese Artikel und Paragraphen gelten heute auch noch, obwohl sie der breiten Bevölkerung anscheinend nicht mehr bekannt sind.

Und dann gibt es die Leute, denen die Artikel bekannt sind und die nicht wissen, wie sie diese umsetzen können. Denn es fehlt an Zivilcourage.

Dafür bietet Jürgen Albrecht in seinen „Parolen-Paroli-Workshops“ das nötige Mundwerkzeug an.

Er zeigt, wie wir uns gewaltlos mit Argumenten jeder Art von Diskriminierung stellen können. Mit Worten, persönlicher Einstellung und Selbstschutz.

Stay home – wir können skypen

Im Moment erleben wir eine Zeit, die uns herausfordert, weil man (fast) gar nichts mehr planen kann. Jeden Tag gibt es neue Informationen, Regeln, Einschränkungen… aber auch Hilfen.

Ich musste mich auch ins Homeoffice zurückziehen. Was aber nicht heißt, dass Termine für Therapiesitzungen bzw. Erstgespräche nicht wahrgenommen werden können.

Um eine lückenlose Fortsetzung der Therapietermine zu garantieren biete ich Sitzungen via Skype oder Whatsapp an.

Corona bremst uns erheblich – doch bremst es uns nicht aus!

Narzissenkinder

Wenn Töchter unter narzisstischen Müttern leiden

Das Wort Trauma löst in den meisten den Gedanken an ein brutales aber vorübergehendes Geschehen aus, das heftige Auswirkungen auf die Psyche eines Menschen hat. Doch wie steht es mit dem Trauma, das sich schleichend und selbst für den Betroffenen unmerklich in der Psyche installiert und das gesamte weitere Leben beeinträchtigt? Ausgelöst u.a. durch permanente Abwertung, Kritik, Liebesentzug und emotionale Erpressung. Verursacht durch den eigentlich wichtigsten Mensch im Leben eines Menschen: die Mutter!

Über Mutterliebe keine Liebe“, sagt ein altes deutsches Sprichwort. Ein Spruch, der für viele unverständlich ist, weil sie nie erfahren haben, was Mutterliebe ist.

Foto: KK

In ihrem neuesten Buch „Narzissenkinder – Wenn Töchter unter narzisstischen Müttern leiden“ setzt sich Monika Celik mit narzisstischem Missbrauch in der Beziehung Mutter-Tochter auseinander. Wie entwickelt sich eine Tochter, die lernt, dass sie darum kämpfen muss, von ihrer Mutter geliebt zu werden? Und die diesen Kampf immer verliert. Egal, was sie macht. Stattdessen erfährt sie nur Abwertung und Kritik.

Aus narzisstisch missbrauchten Kindern werden Erwachsene, die Angst haben, verlassen zu werden. Erwachsene, die sich wertlos fühlen, nicht wagen, nach ihren eigenen Vorstellungen zu leben, die ihre Bedürfnisse nicht erkennen und Angst haben, sich gegen Grundverletzungen zu wehren.“

Quelle: hipwee.com

Narzissenkinder“ ist ein Buch, das behutsam an das Thema heranführt. Monika Celik beschreibt hier ihre ganz persönliche Geschichte als Tochter der Gattung „schwarzes Schaf“ einer Narzisse. Darüber hinaus gibt sie Erfahrungen anderer Narzissentöchter wieder. Sie behandelt jeden relevanten Punkt der toxischen Mutter-Tochter-Beziehung: Gaslighting, üble Nachrede, Wohlwollen und Missgunst, Grenzüberschreitung uvm.

Mit ihrer persönlichen Art zu schreiben und die Leserin / den Leser direkt mit „du“ anzusprechen, nimmt Monika Celik viel von den Triggermomenten, die theoretisch auf jeder Seite lauern. Die Autorin verliert sich nicht in wissenschaftlichen Thesen und Theorien, sondern berichtet von Situationen, die sie erlebt hat und die ihr von Betroffenen erzählt wurden. Wir Leser nehmen teil am Geschehen.

Monika Celik
© Frank Hanewacker, Sedan Sieben

Celiks unverwechselbarer Schreibstil erweckt den Eindruck, dass sie einen persönlich anspricht. So als würde man mit ihr am Tisch sitzen und über den eigenen Missbrauch reden. Und das macht das Buch so besonders.

Narzissenkinder“ ist ein Buch, das unverblümt die Sachlage erläutert und darüber aufklärt, was mütterlicher Narzissmus anrichtet. Die Mischung aus Biografie, Fallstudien und empathischen Worten und Erklärungen an den richtigen Stellen macht das Buch zu einer wertvollen Hilfe. Und es gibt Hoffnung, denn Monika Celik erklärt auch, wie man den narzisstischen Missbrauch überwinden kann.

Grenzenlos – 2. Borderlinetag 2019 und Wissenschaftliche Vortagung mit Prof. Dr. Otto F. Kernberg

Die Borderline Persönlichkeitsstörung (BPS) wird zwar schon lange erforscht und es wurden schon unzähige Bücher über das Thema geschrieben sowie viele sehr gute Therapieformen entwickelt, die bei der Behandlung von Borderline zu sehr guten Ergebnissen führen.

Und trotzdem ist die Forschung längst noch nicht am Ende. Und immer noch haben Betroffene, Angehörige und Fachleute etliche Fragen. Ein trialogischer Austausch ist daher unerläßlich.

Die Eckhard Busch Stiftung organisiert im Rahmen der 5. KölnBonner Woche für Seelische Gesundheit am 12.10. den 2. Borderlinetag. Ein Informationstag, der interessante Vorträge und Workshops bietet. Außerdem hat man die Gelegenheit, sich in ungezwungener Atmosphäre von Ärzten und Therapeuten beraten zu lassen.

Die Teilnahme am 2. Borderlinetag (12.10.19) ist kostenlos und bedarf keiner Anmeldung.

Weitere Informationen sowie das Programm findet man unter dem Link: https://www.eckhard-busch-stiftung.de/projekte/borderline-tag/borderline-tag-2019/

Wissenschaftliche Vortagung zum Borderline-Tag mit Otto Kernberg

Prof. Dr. Otto Kernberg, der weltweit renommierteste Forscher der Borderline-Persönlichkeit, bereitgefunden, im Rahmen dieser Vortagung beispielhaft sein Vorgehen in der strukturellen Diagnostik einer Jugendlichen zu demonstrieren und zu kommentieren, außerdem die Prinzipien in der Behandlung narzisstischer Persönlichkeiten vorzustellen.

Die Veranstaltung wird über die Psychotherapeutenkammer Nordrhein zertifiziert.

Kosten der Vortagung: Die Teilnahmegebühr beträgt 150.- Euro.
Mitarbeiter der Uniklinik Köln, Ausbildungskandidaten und Praktikanten zahlen 100.- Euro.