Die Kompetenz der Heilpraktiker

Die physische und psychische Gesundheit zu erhalten bzw. wieder herzustellen ist wohl ein wichtiges Anliegen für alle Menschen. Körperliche und seelische Leiden beeinträchtigen die Lebensqualität und hindern einen daran, das Leben so zu gestalten, wie man es sich eigentlich wünscht. Wenn man sich selbst nicht weiterhelfen kann, sucht man die Fachleute auf, die sich mit Krankheiten und Störungen auskennen: Ärzte, Psychotherapeuten und… Heilpraktiker.

Im Grunde genommen sind alle Menschen in diesen Berufssparten „Heilpraktiker“, denn sie praktizieren auf dem Gebiet der Heilkunde. Aber der Begriff Heilpraktiker (ein in Deutschland anerkannter freier Beruf seit 1936) bezeichnet die bestimmte Berufsgruppe derer, welche die Heilkunde ausüben, ohne dafür an einer Universität studiert zu haben. Sie haben also keine Approbation bzw. sind „ohne Bestallung“.

Trotzdem kennt sich ein Heilpraktiker auf seinem Gebiet aus und behandelt seine Patienten und Klienten mit bestem Wissen und Gewissen. Natürlich gibt es auch in unserem Berufsstand diejenigen , die eine Laissez-faire-Behandlung durchführen und daher eher schaden als helfen. Doch diese „schwarzen Schafe“ tummeln sich in allen Berufssparten. Heilpraktiker von vorne herein und allgemein als Scharlatane zu bezeichnen ist ein ungeheuerliches Vorurteil und schadet all denjenigen, die im vollen Bewusstsein ihrer Verantwortung ihr Wissen anwenden!

Als Heilpraktiker ist man verpflichtet, sich ständig fortzubilden und auf dem neuesten Stand zu bleiben. Diese Fortbildungen muss man auch nachweisen. Ausbildung, Erfahrung, Praxis und ständige Fort- und Weiterbildungen machen uns Heilpraktiker zu kompetenten Fachleuten. Was wir als Freiberufler zudem noch bieten können, ist eine gewisse Flexibilität in der Vergabe von Terminen. Wir Heilpraktiker für Psychotherapie können z.B. gezielter auf die Bedürfnisse unserer Patienten eingehen, da wir keine strikten Kassenvorgaben einhalten müssen. Bei uns gibt es auch keine Wartelisten von bis zu 9 Monaten (oder noch länger).

In der Februarausgabe 2021 des Paracelsus-Magazins (herausgegeben von der Paracelsus Heilpraktikerschule) ist eine Fresenius-Studie veröffentlicht, die den Heilpraktikern „schnelle Behandlungserfolge, gute Kommunikation und hohe Kompetenz“ bescheinigt. Über dieses Studienergebnis freue ich mich natürlich sehr, da hier die Arbeit unseres Berufsstandes gewürdigt und klar dargestellt wird. Der Titel „Heilpraktiker sind überzeugender als Ärzte“ begeistert mich weniger. Ich persönliche arbeite sehr gerne mit Ärzten zusammen, weil man sich ergänzt. Außerdem weiß ich auch, wo meine Handlungsgrenzen sind. Ich darf ja niemanden krankschreiben, obwohl dem Patienten eine Auszeit mal gut täte und ich darf auch keine Medikamente verschreiben, die aber hier und da doch mal angebracht sind. Mir wäre eine intensivere Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Heilpraktikern viel lieber.

Daher bitte ich, die Studie nicht als Wettbewerb/Konkurrenz zu lesen, sondern viel mehr das Augenmerk darauf zu legen, welche Arbeit wir als Heilpraktiker leisten.

https://www.paracelsus.de/magazin/ausgabe/202102/heilpraktiker-sind-ueberzeugender-als-aerzte

Quelle: „Mit freundlicher Genehmigung des Paracelsus Magazins 2/21, https://www.paracelsus.de

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