Darfst du nicht rein, komme ich zu dir!

Ohne kUNSt wird es still…

„Eine wie keine. Flagge zeigen! Sofortmaßnahme gegen meinen Coronablues!“ (Susanne Beucher)

Foto: Kunde Fotografie

Corona, Teil-Lockdown, Shutdown, Ausgangssperre. Eine Welt im Durcheinander.

Wir müssen uns schützen, andere schützen und so gut es geht die Verbreitung des Virus verhindern. Covid-19 schränkt unser Leben zurzeit mächtig ein. Wir wollen alle (gut) leben und am besten niemanden gefährden.

Viele haben Angst vor dem Virus, manche zweifeln seine Existenz an. Doch am Ende möchte doch niemand dafür verantwortlich sein, irgendjemand in Gefahr zu bringen. Alle Länder dieser Welt – und nicht nur die Bundesrepublik Deutschland – haben das Leben der Menschen aufgrund der Pandemie eingeschränkt. Die einen mehr, die anderen weniger. In manchen Ländern gibt es wegen Covid-19 Ausgangssperren und sogar zum Einkaufen im Supermarkt muss man eine schriftliche Berechtigung vorweisen; diesen triftigen Grund zum Verlassen des Hauses. Das ist in Deutschland zum Glück nicht so.

Beim Einkaufen im Supermarkt geht es um das Wohlbefinden des Körpers. Doch was ist mit dem Wohlbefinden der Seele?

Kunst, Kultur… alles Humbug? Weil das den Magen nicht füllt? Weil man auch ohne Kunst überleben kann?

Foto: Kunde Fotografie

OHNE UNS WIRD ES STILL!

Sagt die Künstlerin Susanne Beucher, die mit ihrer Kunst – Kopffüßler und andere Wesen in allen Formen und Farben und jeden Alters, mit und ohne Gebrechen – Leinwände, Pappteller, T-Shirts und vieles mehr belebt.

Ihre Figuren sagen, was wir denken. Kommentieren das aktuelle Geschehen und kritisieren festgefahrene Bilder. Ab und zu überraschen sie uns, wenn ihre Kommentare unsere Gedanken vorwegnehmen. Oder sie unsere Wünsche äußern.

Der Mensch lebt nicht vom ESSEN allein…

Gesundheit wird nicht nur über den Körper definiert. Auch die Psyche muss im Gleichgewicht sein, damit der Mensch gesund ist.

Kunst und Kultur tragen wesentlich zum Wohlbefinden eines jeden bei. Doch wenn Kultur nicht wie gewohnt stattfinden darf, weil ein fieses Virus das vergräzt, wenn Kunst nicht mehr systemrelevant ist, weil ein Bild den Magen nicht füllt…

…dann muss man umdenken, damit auch die Seele da sein darf. Damit Kunst ihren so wichtigen Stellenwert in der Gesellschaft nicht verliert! Denn ohne Kunst verkümmern wir. Ohne Kunst ist das Leben nur halb so lebenswert!

Bild „Therapie“: Susanne Beucher

Man kann lamentieren oder aktiv werden. Susanne Beucher hatte eine Ausstellung ihrer Werke coronakonform ausgerichtet und organisiert. Kurz vor der Eröffnung kam die niederschmetternde Nachricht: Wir müssen die Ausstellung absagen!

WAS TUN?

Sofortmaßnahme gegen den Corona-Blues! Kunst auf Rädern!

Foto: Kunde Fotografie

Galerien und Museen sind geschlossen. Man darf also nicht rein, um Kunst zu erleben. Aber Kunst kann raus! In den Park, auf die Straße.

Susanne Beucher packte ihre Kunstwerke in einen Bollerwagen, besorgte sich ein Megaphon (so spricht man viele Leute auch mit Mindestabstand an) und begab sich an den Decksteiner Weiher in Köln.

„Ich musste all meinen Mut aufbringen. Ich hatte ja keine Ahnung, wie das ankommen würde!“ sagt die Künstlerin.

Sie hat es gewagt. Ein neues Konzept etabliert: „Kunst auf Rädern“. Denn: darfst du nicht rein in Galerien und Museen, komme ich zu dir!

Foto: https://instagram.com/susanne_beucher

OHNE K U N S T WIRD ES STILL!

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