Borderline: Kölner Selbsthilfe für Angehörige

„Wenn dir keiner helfen kann, dann hilf dir selbst!“

An diesem Spruch ist was dran. Als ehemaliger Partner eines Borderliners suchte ich 2014 erfolglos Hilfe, um aus meinem Dilemma einer toxischen Beziehung rauszukommen. Oder wenigstens damit klarzukommen. Wie so viele andere auch war ich auf der Suche nach einem Trick, nach einem Heilmittel, damit alles wieder gut werden würde. Sobald ich Freunden und Fachleuten aus dem Nähkästchen erzählte, kam recht bald schon der Rat, ich solle mich trennen. Das war zwar als Lösung einleuchtend, aber genau das – eine Trennung – habe ich damals nicht geschafft.

Dieses Bild von Susanne Beucher ist das Logo unserer Selbsthilfegruppe. Es stellt treffend die Situation dar, in der wir uns als Angehörige oft oder auch ständig befinden. Ob hier aber zwei Angehörige, zwei Borderliner oder gar ein Angehöriger und ein Borderliner zu sehen sind, kann jeder für sich selbst entdecken.
„Therapie“ von Susanne Beucher

So wollte ich einen anderen Weg probieren und recherchierte nach Selbsthilfegruppen für Borderline-Angehörige in Köln. Doch es gab nur ein regelmäßiges Selbsthilfetreffen für eine bestimmte Angehörigengruppe, der ich nicht angehöre.

Hilf dir selbst – das Motto habe ich umgesetzt und im Frühjahr 2014 die Selbsthilfe-Kontaktstelle Köln aufgesucht und mich beraten lassen. Nämlich, was nötig ist, um eine Selbsthilfegruppe zu gründen.

Ich bekam kompetente Beratung und konkrete Hilfestellungen, sodass im Mai desselben Jahres das erste Treffen der „Borderline-Persönlichkeitsstörung: Kölner Selbsthilfe für Angehörige“ stattfinden konnte. Mit 11 Teilnehmern aus Köln und Umgebung!

Seitdem trifft sich die Gruppe regelmäßig am 1. und 3. Dienstag im Monat. Weitere Informationen zur Gruppe und zum Thema Selbstschutz erfahrt ihr hier.

Die Erfahrung, mit seinem Problem nicht allein zu sein und der Austausch mit Menschen, denen es ebenso ergeht wie einem selbst (oder wenigstens so ähnlich), verschafft ein befreiendes Gefühl und Zuversicht. Die Gespräche im geschützten Raum der Gruppe machen Mut und helfen außerdem, den Selbstschutz als wichtiges Lebenstool für sich zu entdecken.

Ich zum Beispiel habe den Weg aus meinem Dilemma gefunden und die Kraft gehabt, das mir damals Unmögliche durchzuziehen.

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